Die Rolle des Internet beim Stadtplanungsprozess > Bürgerbeteiligung und prozessuale Integration.
   


Erweiterter Planungsbegriff, Stadt als Organismus

Dieses mechanistische Modell ist durch Kritiken liberaler Denker ins Wanken geraten. Seit den sechziger Jahren, seit Lewis Mumford und Jane Jacobs, steht mehr und mehr der Begriff der organischen Planung im Mittelpunkt der Diskussion, weil die Moderne ihre Heilsversprechen nicht halten konnte - zumindest mit den eindimensionalen Methoden einer deterministischen Planung.
Die organische Planung vermeidet monofunktionale Lösungen und sträubt sich dagegen, diese in Beton einzugraben. Sie offeriert vielmehr die Möglichkeit der späteren Umnutzung - auch ohne größere Umbauten. Ihre Flexibilität und Ortsbezogenheit eignet sie besonders für nachhaltige Lösungen. Hier werden verschiedene Beantwortungsmöglichkeiten auftretender Parameteränderungen angeboten, die im Laufe des Gebrauchs auftreten mögen. Diese Planungen eignen sich zu vielem und sind darum wandelbar und auf lange Sicht gut zu integrieren. Der Biologismus dieser Anschauungen bzw. das Verständnis der Stadt als Gemeinschaftskunstwerk hat seine Wurzeln u.a. im europäischen Mittelalter und dessen Städtebau (statt Stadtplanung). Er ist offen für eine breite und lange andauernde Planungsdiskussion, weil er sich zum Zusammenwirken aller Teile bekennt.


Prozessuale Integration

Dieses Bild der Stadt als Organismus findet sich heute wieder in der zunehmenden Vernetzung der Sachkompetenzen. Diese führt zu: Prozessualer Integration aller sachkompetenten Parteien und aller betroffenen Bürger in selbstgewählter Organisationsstruktur ggf. unter Zuhilfenahme einer Konfliktmoderation.

 

 
 
 
 
 
 
 
         
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