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Probleme und Merkmale
Diese Planungskultur hat also folgende Merkmale: Enge Beziehung eines
Auftraggebers und eines Planers. Klare Hierarchie. Unveränderliche
Ausgangsbedingungen. Im Zweifelsfall Schaffung einer tabula rasa, die
vorherige Bedingungen auslöscht. Erfüllungsgedanke gegenüber
einer Funktion. Wenige Planungsbeteiligte. Keine öffentliche und
wirksame Diskussion. Mechanistisches Grundmodell. (Die Stadt ist eine
Maschine).
Was aber passiert, wenn sich politische oder gesellschaftliche Umstände
so gravierend ändern, daß die Begründung für diese
Bauten entfällt? Oft sind sie sehr nahe der Gefahr, derart monofunktional
erdacht und gebaut worden zu sein, daß ihnen nur der Verfall bleibt
oder eine ähnlich rigide Umformung nach neuen Parametern. Von dieser
ästhetischen und ökologischen Idee abgesehen, im Sinne einer
nachhaltigen Stadtentwicklung stehen die obrigkeitsmäßig durchgedrückten
Planungen nicht. Die Interessen der Nutzer und Bewohner werden kaum oder
zu wenig beachtet und zwingen zu späteren Investitionen in großer
Höhe um einseitige Defizite nachzubessern (Bsp.: Plattenbau-Großsiedlungen
mit zuwenig Infrastruktur).
Im schlimmsten Falle erzeugen diese rigide funktionalistischen und oft
nur von einer Lobby durchgebrachten Planungen nicht endenwollende Probleme.
So ist das Konzept stetigen Autobahnausbaus dem Konzept verbesserten ÖPNV
und Verkehrsvermeidung gewichen, um dem Mobilitätsbedürfnis
der Menschen auf vielfältige Art zu dienen. Das Stauproblem wurde
durch verstärkten Ausbau von Straßen nicht entschärft,
weil weitere freie Straßen ja weiteren Verkehr erzeugen, bis auch
diese verstopft sind.
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