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Kooperationen, Kommunikationsstrukturen, Komplexität
Das Ende allumfassender Fürsorglichkeit (nicht der Mindest-Fürsorge)
ist auch ein Ende zwanghafter Kontrollvorstellungen eines obrigkeitsstaatlichen
Denkens. Vater Staat richtet's nicht mehr - sondern er animiert zu selbstorganisierten
Prozessen von privater Unternehmerschaft, fachlich beteiligten Intellektuellen
und organisierte bürgerliche (= rechtsstaatliche) Kräfte bis
hin zu politischer Selbstverwaltung. Die zentralen hoheitlichen Politikfelder,
z.B. die Finanzpolitik und die Landesentwicklungspolitik/ Städtebauförderung
bleiben auch weiterhin unter der Ägide des Staats. Von diesen aus
kommt es nun zu den vielfältigsten Kooperationen mit anderen staatlichen
Stellen von Bund- und Länderebene, mit halbstaatlichen/politischen
Organisationen, privaten Trägern und engagierten Einzelpersonen.
Allein die Findung gesellschaftlicher Leitbilder zur Formulierung eines
Entwicklungszieles, z.B. einer Region, geht einher mit größtmöglicher
öffentlicher Diskussion. Wird diese qualifiziert geführt, kristallisieren
sich nicht nur schwierige Zielkonflikte der unterschiedlichen Beteiligten
mit unterschiedlichen Interessen heraus, sondern es kommt zur Bildung
einer Prozeß- also Kommunikationsstruktur, in deren Verlauf Sachargumente
zu einer Konfliktlösung führen. Die Integration aller Sachkompetenzen
in einem sachpolitischen Prozeß verlangt höchste Transparenz
im Ablauf einer Entscheidungsfindung. Diese Forderung ist umso schwieriger
umzusetzen, je mehr Beteiligte an der Diskussion wir haben, aber gerade
deswegen auch unabwendbar.
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